2026-09-26 · Printags Team
Mitgliedskarte erstellen und drucken: Anleitung für Vereine und Clubs
Format, Angaben, Druckdatei, Druckverfahren und Kosten: In fünf Schritten zur Mitgliedskarte aus PVC im Scheckkartenformat, schon ab einem Stück.
Eine Mitgliedskarte, im Verein oft auch Mitgliedsausweis oder Vereinsausweis genannt, weist die Zugehörigkeit zu Ihrer Organisation nach und öffnet den Zugang zu den Vorteilen, die Sie Ihren Mitgliedern vorbehalten. Ob Sportverein, eingetragener Verein (e.V.), Fitnessstudio, Förderverein oder Coworking-Space: Wer Mitgliedskarten erstellen möchte, geht im Grunde immer gleich vor. Diese Anleitung teilt den Weg in fünf Schritte auf, von der Frage, was die Karte leisten soll, bis zur Lieferung, und nennt die Formate und Dateien, die Sie dafür vorbereiten.
Das Wichtigste in Kürze
- Format: CR80, das Scheckkartenformat, das auch jede Bankkarte hat: 85,6 × 54 mm bei 0,76 mm Stärke. Die Karte passt in jedes Portemonnaie und jede Ausweishülle.
- Angaben: Name und Logo der Organisation, Name des Mitglieds, Mitgliedsnummer und Gültigkeitsdatum genügen. Foto, QR-Code oder NFC-Chip sind optional.
- Druckdatei: eine PDF-, PNG- oder JPG-Datei pro Kartenseite, mit rundum 2 mm Beschnittzugabe und idealerweise einer Auflösung von 300 dpi.
- Menge: Eine Mindestbestellmenge gibt es nicht, Sie können Mitgliedskarten ab einem Stück drucken lassen. Sie müssen also nicht mehr warten, bis hundert neue Mitglieder zusammengekommen sind, um eine Auflage zu bestellen.
Schritt 1: Festlegen, wofür die Karte gedacht ist
Bevor Sie sich um das Design kümmern, klären Sie, wozu die Karte dienen soll. Davon hängt ab, welchen Kartentyp Sie brauchen.
- Die Mitgliedschaft nachweisen: Eine bedruckte PVC-Karte ohne Chip reicht aus. Das Mitglied zeigt sie am Eingang einer Veranstaltung, bei einem Partner, der einen Rabatt gewährt, oder in der Geschäftsstelle des Vereins vor.
- Die Karte schnell prüfen: Drucken Sie für jedes Mitglied einen eigenen QR-Code oder Barcode auf. Ein Smartphone liest ihn und zeigt den Datensatz des Mitglieds oder den Stand seiner Mitgliedschaft an.
- Zutritt gewähren oder einchecken lassen: Wählen Sie eine Chipkarte. Ein NFC-Chip vom Typ NTAG213 öffnet einen Link, sobald die Karte an ein Smartphone gehalten wird. Ein Chip vom Typ Mifare 1K folgt dem Standard vieler Lesegeräte für die Zutrittskontrolle: Klären Sie mit dem Fachbetrieb, der Ihr Zutrittssystem eingerichtet hat, ob es diesen Chip liest. Der Artikel über die Vorteile von NFC-Mitgliedskarten beschreibt diese Einsatzmöglichkeiten ausführlicher.
Ein Sportverein kommt meist mit der bedruckten Karte oder einem QR-Code aus. Ein Fitnessstudio oder ein Coworking-Space, in dem die Mitglieder selbstständig ein- und ausgehen, braucht dagegen eher den Chip.
Schritt 2: Was auf die Mitgliedskarte für Ihren Verein gehört
Eine gut lesbare Mitgliedskarte kommt mit wenigen Elementen aus. Auf die Vorderseite gehören:
- Name und Logo Ihres Vereins oder Clubs.
- Vor- und Nachname des Mitglieds.
- Eine eindeutige Mitgliedsnummer.
- Die Saison oder das Ende der Gültigkeit, zum Beispiel „Saison 2026/27“.
- Das Foto des Mitglieds, wenn die Karte die Identität belegen soll, etwa im Fitnessstudio.
Die Rückseite ist für praktische Hinweise da: die Anschrift oder Website der Organisation, eine Kontaktmöglichkeit, die Nutzungsbedingungen der Karte und gegebenenfalls der QR-Code. Der beidseitige Druck kostet bei einer PVC-Karte nichts extra, es lohnt sich also, beide Seiten zu nutzen.
Weniger ist dabei mehr. Ein großer, gut lesbarer Name und ein klarer Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund helfen mehr als viele Zusatzangaben, vor allem wenn die Karte am Eingang nur kurz vorgezeigt wird.
Schritt 3: Das Design vorbereiten
Sie können Ihre Mitgliedskarte mit einem kostenlosen Programm wie Canva, Figma oder Inkscape selbst gestalten oder den Entwurf einer Grafikerin oder einem Grafiker überlassen. Drei Regeln ersparen Ihnen Überraschungen beim Druck:
- Das richtige Dateiformat: Legen Sie ein Dokument mit 85,6 × 53,98 mm an und ergänzen Sie rundum 2 mm Beschnittzugabe, insgesamt also 89,6 × 57,98 mm. Hintergrund und Bilder müssen bis an den äußeren Rand dieser Fläche reichen. In Canva und Inkscape geben Sie die Größe direkt in Millimetern ein.
- Ein Sicherheitsabstand: Halten Sie Texte und Logo mindestens 3 mm vom Kartenrand entfernt, damit beim Zuschnitt nichts davon verloren geht.
- Eine ausreichende Auflösung: 300 dpi, als PDF, PNG oder JPG. Ein Logo als Vektorgrafik bleibt in jeder Größe scharf.
Jedes Mitglied hat eigene Daten. Sie können pro Karte eine eigene Datei senden und trotzdem die Gesamtmenge in einer einzigen Bestellung aufgeben: Der Preis richtet sich nach der gesamten Bestellmenge. Ab einigen Dutzend Karten erzeugt die API für den Kartendruck die Karten direkt aus Ihrer Mitgliederliste, ohne dass Sie jedes Motiv von Hand anlegen.
Schritt 4: Das Druckverfahren wählen
Drei Wege stehen zur Auswahl, mit sehr unterschiedlichen Kosten.
| Druckverfahren | Für wen | Grenzen |
|---|---|---|
| Papier drucken und laminieren | Kleiner Verein, einmaliger Bedarf | Wenig haltbar, wirkt selbst gebastelt, kein Chip möglich |
| Eigener PVC-Kartendrucker | Große Mengen, täglich vor Ort gedruckt | 2.000 bis 15.000 € Anschaffung, dazu Farbbänder, Blankokarten und Wartung |
| Online-Druck ab einem Stück | Vereine und Clubs, von einer bis zu mehreren Tausend Karten | Lieferzeit einplanen |
Für die meisten Vereine und Clubs ist der Online-Druck ab einem Stück die günstigste Lösung: Sie müssen keine Geräte kaufen und erhalten die Qualität einer professionell gedruckten PVC-Karte, vorne und hinten in Farbe. Ein eigener Kartendrucker lohnt sich erst, wenn Sie Tag für Tag Karten vor Ort ausgeben.